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© Frankfurter Stadtevents

Das Diplomatenviertel – Bockenheims feinste Seite

Bockenheim war lange als Industriestandort und Arbeiterviertel bekannt, viel später auch als Studentenviertel. Daß aber auch eines der bis heute feinsten, teuersten und grünsten Wohngebiete Frankfurts zu Bockenheim gehört, weiß kaum jemand: das Diplomatenviertel rund um die Zeppelinallee. Vom Palmengarten bis hoch zur Franz-Rücker-Allee mit der markanten Frauenfriedenskirche erstreckt sich die wunderbare Zeppelinallee mit ihrem parkartig breiten Mittelstreifen, der sich in der Lilienthalallee noch fortsetzt. Nach 1900 begann die Bebauung auf der "Ginnheimer Höhe" , die bis Anfang der 1930er Jahre weiter wuchs. Es entstanden prächtige Villen mit ebenfalls parkartig großen Gärten. Bankiers, Industrielle, wohlhabende Kaufleute, Wissenschaftler, berühmte Ärzte ließen sich hier nieder. Viele von ihnen waren wichtige Stifter der 1914 gegründeten Universität. Und viele waren jüdischen Glaubens und wurden in den 30er und 40er Jahren vertrieben und zum Teil ermordet. Nach dem Krieg wurden die meisten Villen erst einmal provisorisch aufgeteilt in viele kleinere Wohnungen. In den großen Gärten entstanden neue Mehrfamilienhäuser, aber auch neue moderne Villen. Auch sie müssen sich entsprechend dem 1907 festgelegten "Ginnheimer Höhenvertrag" an exakte Gebäudehöhen, Gestaltungsmerkmale und Fluchtlinien halten. Einige der alten Villen sind noch oder wieder Konsulate, andere dienen als Repräsentanz von Firmen und Unternehmensverbänden, dem Union International Club (Villa Merton) oder als Gästehaus der Universität - Einfamilienhäuser dieser Art kann sich heute kaum noch jemand leisten.


Das Diplomatenviertel – Bockenheims feinste Seite

21.3./9.5. 15.00–16.30 Uhr / Frankfurter Stadtevents

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